iPhone 13 Rückseite vor einem verschwommenen blauen Hintergrund

Das iPhone 13 im Test

von Nadine

Im September zeigt Apple traditionell seine neue iPhone-Serie. In diesem Jahr lag der Fokus unter anderem auf einer verbesserten Akkuleistung und natürlich erneut auf einem Performance-Schub dank der aktuellsten, Apple-eigenen Prozessorgeneration. Auch die Kamera hat im Videobereich eine interessante Neuerung bekommen.

Wie sich das neue iPhone 13 im ersten Test geschlagen hat und warum ich selbst nach einer Woche noch ein grosses Strahlen in den Augen habe, könnt ihr innerhalb des folgenden Testberichts nachlesen.

Das neueste, schnellste und beste iPhone?

Die Frage im Untertitel ist leicht zu beantworten: Ja! Denn jedes neue iPhone ist das neueste, das schnellste und das beste. Die Frage ist doch immer: Wer braucht es? Ab wo lohnt es sich, ein Update vorzunehmen?

Vorab ein kleiner Einschub: Ich teste sehr viele Smartphones. Persönlich war ich bis einschließlich letzter Woche noch mit einem iPhone 8 Plus unterwegs und habe nun auf das grössere der zwei kleinen iPhones gewechselt. Das ist ein wirklich grosser Schritt. Anders schaut es aus für all diejenigen, die jedes Jahr ein neues iPhone-Modell kaufen. An die ist dieser Testbericht allerdings nicht adressiert, denn die kaufen ohnehin immer.

BILD iPhone 13 – Der Lieferumfang ©pokipsie

Warum habe ich das iPhone 13 gewählt und nicht das Pro oder sogar das Pro Max? In diesem Jahr befinden wir uns in einem sogenannten iPhone-S-Jahr. Im neuen iPhone 13 habt ihr alle Pro-Features vom letztjährigen Modell plus noch einiges mehr – und das Ganze in einem dennoch sehr angenehmen Formfaktor. Somit ist das für die Kunden ein totaler Gewinn.

Ich würde sagen: Lasst uns doch zusammen das neue iPhone erleben! Ihr werdet dann recht schnell merken, dass die Feinheiten, die kleinen Details sind, die es ausmachen.

Das iPhone-13-Design

Apple bleibt sich und seinem Design immer zwei bis drei Jahre treu. Diese Konstante schätze ich. Vor allem, weil ich dann auch noch nach drei, vier Jahren Zubehör in allen möglichen Variationen kaufen kann. Auf diese Weise kann das Smartphone auch noch gut ein zweites Leben bei jemand anderem weiterführen, wenn ich dann doch schon nach zwei Jahren auf ein neues Modell umsteigen würde.

Meine Lieblings-iPhones waren die von der 4er- und 5er-Serie. Ich war natürlich mehr als glücklich, als Apple im letzten Jahr das kantige Design mit den abgerundeten Ecken wieder zurückgebracht hat. Im direkten Vergleich zum letztjährigen Modell hat sich am Design auch nichts geändert.

iPhone 13 – Der Alurahmen ©pokipsie

In den Alu-Rahmen verbaut findet ihr sechs knapp 1 mm dünne Unterbrecher. Wenn ihr etwas genauer auf den Alu-Rahmen schaut, könnt ihr sie gut erkennen (je nach iPhone-Farbe sieht man sie besser oder auch weniger gut). Sie trennen die einzelnen Antennen (wie WLAN, Mobilfunk etc.) voneinander ab. Beim iPhone 13 hat Apple dafür das erste Mal auf recycelten Plastik-Abfall für all diese Unterbrecher gesetzt.

Seitlich rechts und links findet ihr die Bedienknöpfe, an denen sich über die ganzen iPhone-Generationen kaum etwas geändert hat. Etwas, was aber dennoch auffällt: Der Ein-/Ausschaltknopf ist in der Länge gewachsen. Das ist angenehm beim Drücken mit dem Daumen, denn so findet sich der Knopf nochmals besser.

Der auf der rechten Seite befindliche Power-Button hat einen etwas weicheren Druckpunkt als die beiden Lautstärke-Knöpfe zur linken iPhone-Seite. Gleich obendrüber ist noch der Stummschalter. Dieser hat einen gewissen Widerstand und knackst erstaunlich grob – aber im positiven Sinne. Dadurch ist’s nämlich eher ausgeschlossen, dass er unbemerkt und versehentlich betätigt wird. Hier merkt man nochmals, dass Apple an seinem schon länger sehr genialen und feinen Vibrationsmodus gearbeitet hat. Die Schwingungen, die dadurch erzeugt werden sind, sind nochmals feiner in der Ausführung, gleichzeitig aber auch markanter.

iPhone 13 – Der Lightning Anschluss ©pokipsie

Unten an der linken Seite findet ihr den Zugang für die physische SIM-Karte, und unten ist zwischen dem Hauptmikrofon und dem Lautsprecher der Lightning-Port verbaut. Ja, es ist auch 2021 nach wie vor ein Lightning- und kein USB-C-Anschluss.

Besonders gut gefällt mir persönlich die Rückseite, auf die etwas weiter unten im Kamerakapitel noch detaillierter zu sprechen kommen werde.

Das Display vom iPhone 13

Beim Display fiel mir direkt auf, wie flach und gerade das Design über das ganze iPhone hinweg ist. Damit hat der Screen eine komplett andere Wirkung als so manche Smartphones mit Infinity-Bildschirmen, die aktuell in der Android-Welt so stark verbreitet sind.

iPhone 13 – Das flache Display seitlich ©pokipsie

Der schwarze Rand rund um das Display herum ist nicht der schmalste, aber dennoch sehr knapp ausgefallen. Die Darstellung wirkt dadurch angenehm gross. Der Bildschirm zieht sich auch hoch bis oben in die Ecken (Ohren), wo Apple ein paar einzelne Symbole platziert, die den früheren Menübalken von iOS ersetzen.

Beim Display selber handelt es sich um ein Super-Retina-XDR-Exemplar mit einer 6,1 Zoll großen Bildschirmdiagonalen. Einzelne Pixel sieht man schon lange nicht mehr auf modernen Smartphone-Displays – würde das dennoch gehen, könntet ihr ganze 2’532 x 1’170 davon zählen. Beim Panel setzt Apple auf die OLED-Technologie mit einem sehr hohem cd/m²- bzw. nits-Wert (nits ist die Einheit der Leuchtdichte auf einer Fläche von 1 m²). Dadurch könnt ihr auch draussen bei fleissigen Sonnenstrahlen den Screen noch gut ablesen – zumindest sollten die 800 cd/m² das gewährleisten können. Seit das iPhone in meinem Besitz ist, hatten wir einige stark sonnige Tage zum Testen.

iPhone 13 – Das Display ©pokipsie

Die Notch am iPhone 13

Ja, das neue iPhone hat nach wie vor eine Notch. Und nein, das ist nicht schlimm. Natürlich fällt sie im ersten Augenblick auf. Doch wenn man sich ein wenig damit beschäftigt, was da alles für Technik (und vor allem warum) verbaut ist, versteht man das auch. Natürlich ist es schön, wenn ein Smartphone nur eine kleines, rundes Punch-Hole hat. Noch schöner ist es, wenn die Kamera komplett unter dem Display verschwindet, womit OPPO aktuell herumspielt. Wie so oft bei neuen Ansätzen muss man dann aber Abstriche bei der Fotoqualität machen und vor allem auch bei der Genauigkeit/Sicherheit der Gesichtserkennung. Deshalb folgt ein kurzer Exkurs, was sich in der iPhone-Notch alles verbirgt.

Die aktuellen Kameralinsen und vor allem die Sensoren lassen sich so jetzt gar nicht unter einem Display platzieren. Eingeführt wurde die Notch im Jahr 2017 mit dem iPhone X und der damals neuen Face-ID-Technologie. Seither ist das Grunddesign gleich geblieben, doch mit dem iPhone 13 ist die Notch das erste Mal geschrumpft.

Bei den eingesetzten Sensoren handelt es sich um Exemplare für Umgebungslicht (zwecks automatischer Anpassung der Display-Helligkeit) und Annäherung (damit sich das Display zum Beispiel beim Telefonieren sperrt).

iPhone 13 – Die Notch ©pokipsie

Darüber hinaus findet ihr da oben den zweiten Lautsprecher, ein zweites Mikrofon und natürlich die Frontkamera für eure Selfies und Videokonferenzen, die zu Homeoffice-Zeiten so fleissig abgehalten werden.

Der Punktprojektor, den Flutlichtstrahler und die Infrarotkamera benötigt das iPhone wiederum für die Face-ID-Technologie, um euch eindeutig identifizieren zu können – und das zu jeder Tages- oder Nachtzeit.

Vor allem bei letztgenanntem Aspekt, also der Face ID, unterscheidet sich die von Apple angewandte Technik stark von der anderer Hersteller. Damit ihr nicht nur bei perfektem Licht und tagsüber das Smartphone über die Gesichtserkennung entsperren könnt, nutzt Apple die oben genannten Sensoren.

Face ID verwendet beim Scan sage und schreibe über 30’000 unsichtbare Punkte, die im 3D-Verfahren auf euer Gesicht projiziert werden. Damit könnt ihr den Mechanismus nicht einfach mit einem Foto aushebeln, vor allem aber funktioniert das auch bei schlechtem Licht oder in einem gänzlich dunklen Raum. Das bedeutet für euch eine viel grössere Sicherheit beim Entsperrmechanismus. Wer schon einmal sein iPhone mitten in der Nacht total verschlafen entsperren wollte, wird sich freuen, dass das funktioniert und man nicht die alternative PIN eingeben muss.

Und glaubt mir: Nach kurzer Zeit wird die Notch einfach so verschwinden. Nicht physisch, aber euer intelligentes Gehirn wird sie ausblenden, ohne dass ihr das wirklich wahrnehmt.

Die Kamera im iPhone 13

Wie einleitend erwähnt, hat das iPhone 13 Funktionen vom letztjährigen Pro geerbt und ist somit für viele Interessenten, die eher ein kleineres und leichteres Smartphone haben wollen, in der Gunst gestiegen. So auch bei mir.

Wer mehr aus seinen Fotos herausholen möchte, sollte sich das iPhone 13 Pro oder das iPhone Pro Max etwas genauer anschauen. Diese zwei sind mit einer zusätzlichen Kameralinse ausgestattet. Damit bekommt ihr nochmals stärkere Bilder hin. Sehr eindrücklich sind hier die Makroaufnahmen, die wir in den ersten Tagen auf diversen Social-Media-Kanälen zu Gesicht bekommen haben. Sie fehlen dem iPhone 13 (und iPhone 13 mini), doch auch ohne diese Funktion bekommt ihr eindrückliche Bilder hin.

Hauptkamera auf der Rückseite

Nicht nur die Front ist aus Glas gehalten. Wie schon im letzten Jahr mit dem iPhone 12 sind auch die iPhone-13-Modelle so gefertigt. Dieses Mal geht Apple aber noch weiter. Die beiden Kameralinsen, die von einem Aluminium-Ring umgeben sind, stehen nicht allein hinten aus der Glasrückseite heraus. Um sie herum wächst nahtlos aus dem Glas heraus ein quadratischer Bereich, der die beiden Linsen einfängt.

iPhone 13 – Die Rückseitige Kamera ©pokipsie

Zumindest in meiner Polarstern-Farbe schaut das wirklich sehr chic aus. In dem Glas sind aber nicht nur die beiden Kameramodule verbaut, denn Apple hat auch einen True-Tone-Blitz und ein zusätzliches, drittes Mikrofon eingelassen. Besonders spannend wird das bei der Zoomfunktion in Videoaufnahmen. Sobald ihr sie verwendet, schwenkt das Mikrofon voll auf das anvisierte Objekt über und nimmt den Ton in einer Art Richtmikrofon-Charakteristik auf.

Bei den beiden Kameramodulen handelt es sich um zwei 12 MP starke Linsen: ein Weitwinkel (f/1.6-Blende) und ein Ultraweitwinkel (f/2.4-Blende mit 120-Grad-Sichtfeld). Beim optischen Zoom hält Apple den Ball eher flach und setzt auf einen zweifachen optischen Zoom. Das mag im direkten Vergleich mit aktuellen Androiden etwas wenig sein, dafür aber macht Apple hier einen tollen Job, und die Bilder gelingen einfach.

Dieser leicht schwebende Kamera-Bump ist bei allen vier iPhone-13-Modellen gleich gehalten.

iPhone 13 – Die Glasrueckseite ©pokipsie

Ich bin kein begabter Fotograf, sondern im Gegenteil mehr ein Dauerknipser. Unter anderem genau deshalb freue ich mich sehr über die ganze Hilfe bei aktuellen Smartphone-Modellen, sei es auf Hardware-, Software- oder heutzutage vor allem KI-Basis (künstliche Intelligenz). Solange es der Hersteller damit nicht übertreibt und dann alle Bilder nur noch kitschig ausschauen, ist das ein tolles Extra. Doch hier hat man bei Apple noch die besten Karten, wirken die Fotos in den letzten Jahren doch immer am natürlichsten.

Filmen mit dem neuen Kinomodus

Beim Fotografieren kennen wir ihn schon lange: den Bokeh-Effekt. Wenn ihr ein Foto von einer Person, die im Zentrum steht, schiesst, könnt ihr mit der Funktion die Umgebung verschwimmen lassen. Das war lange grossen Kameras mit entsprechenden Objektiven vorbehalten. Die Umsetzung am iPhone war zu Beginn, bis auf ein paar feine Details, recht gut gelungen. Über die Jahre hat Apple das Feature optimiert und weiterentwickelt. So weit, dass wir es jetzt auch beim Filmen zur Verfügung haben.

Hier kommt neben den neuen Fotolinsen natürlich auch wieder die geliebte KI zum Einsatz. Das benötigt selbstredend einiges an Rechenpower, und hier kann der Apple-eigene A15-Chip auftrumpfen und zeigen, was er kann.

Es ist wirklich eindrücklich, was hier schon alles möglich ist, und ich bin sehr gespannt, wie sich das weiterentwickeln wird. Ob und wie man das Feature in seinen täglichen Videos mit einbinden kann, wird sich sicherlich zeitnah in diversen YouTube-Videos und in den ganzen Hochkant-Kanälen da draussen zeigen.

Frontkamera

Bei der Front- oder TrueDepth-Kamera, wie Apple sie nennt, kommt ebenfalls ein 12-MP-Sensor (f/2.2-Blende) zum Einsatz. Damit könnt ihr neben fleissigen Selfies natürlich auch sehr gut an Videokonferenzen teilnehmen und euch somit in ein besseres Licht rücken.

Auf der Vorderseite bekommt ihr durch den schon seit Jahren angewandten Retina-Blitz etwas mehr Licht in die Aufnahme. Dabei hellt Apple beim Auslösen des Fotos das gesamte Display in einer hellen Farbe auf, sodass euer Gesicht von einer weiteren Lichtquelle profitieren kann. Zumindest, wenn der Umgebungslichtsensor (und somit kommen wir wieder auf die Notch zurück) eine zu dunkle Umgebung wahrnimmt.

A15: Das Herzstück vom iPhone 13

Apple ist bekannt dafür, mehr Wert auf die Wahrung der Privatsphäre seiner Nutzer zu legen als andere grosse Konzerne. Beim iPhone passieren viele Berechnungen, die bei anderen Herstellern in der Cloud erledigt werden, direkt auf dem Smartphone. Hier kommt durch neue Funktionen in der Hardware, aber auch Software-seitig immer mehr Leistungshunger zusammen.

Dadurch, dass Apple schon seit geraumer Zeit seine eigenen Prozessoren fertigt und sie über die Jahre stetig verfeinern konnte, sind sie auf die Prozesse fürs iPhone optimiert. Ich möchte hier gar nicht auf die einzelnen Werte eingehen, die ohnehin nicht wichtig sind, solange sie anstehende Rechenaufgaben zuverlässig und schnell erledigt werden. Natürlich ist die eine oder andere Kennzahl spannend. Im iPhone 13 steckt so viel Power wie fast in keinem anderen mobilen Gerät.

iPhone 13 – Homescreen ©pokipsie

Ihr könnt mir glauben: Die Leistung, die in einem aktuellen iPhone steckt, ist immens. Das Gute: Einiges davon braucht ihr aktuell noch gar nicht, doch ihr werdet euch sicherlich in den nächsten Jahren über viele neue Funktionen freuen können, die hinzukommen werden. Das ist der grosse Vorteil von der Langlebigkeit eines iPhones dank stetiger Updates.

Auch beim RAM hat Apple nicht gegeizt und dem iPhone 13 ganze 4 GB spendiert (Pro und Pro Max haben sogar 6 GB). Wenn man sich heute aktuelle Android-Smartphones anschaut, mag das vielleicht nicht nach viel klingen. Doch auch hier gilt wieder das perfekte Zusammenspiel von Prozessor, RAM und ausgeliefertem Betriebssystem.

Wi-Fi 6 und 5G: Mit dem iPhone 13 immer im vollen Tempo unterwegs

Alle iPhone-Modelle aus der 13er-Serie kommen mit einer Dual-SIM- oder einer Dual-eSIM-Unterstützung (mehr über das eSIM-Angebot in der Schweiz). Das heisst für euch, dass ihr parallel zwei Nano-SIM-Karten oder zwei eSIMs nutzen könnt. Natürlich lassen sich die beiden Varianten auch gemischt nutzen. Das mag hier in der Schweiz nicht so wichtig sein, weil die meisten unserer Mobilfunkanbieter ein spannendes Angebot haben, wo viele Aspekte unlimitiert sind.

Sobald man ins Ausland geht, kann man sich einfach und schnell eine regionale eSIM erklicken, sie aktivieren und direkt nutzen – noch bevor man aus dem Flugzeug ausgestiegen ist oder noch besser mit der Bahn durch den Zoll fährt. eSIMs sind meist im Wochen- oder Monatspaket zu haben. Und das Tollste: Ihr kreiert damit keinen Plastikabfall!

Sollte es mal doch kein eSIM-Angebot geben, könnt ihr dennoch parallel eine zweite Nano-SIM-Karte ins iPhone verbauen.

iPhone 13 – eSIM oder SIM-Karte ©pokipsie

Daheim, im Büro oder bei Freunden profitiert das iPhone vom schnellen Wi-Fi-6-Standard, sofern das von eurem Router unterstützt wird. Falls ihr das nicht habt, lest euch doch mal ein wenig in den FRITZ!Box-Artikel hier in unserem Blog ein.

Außerdem könnte euch unser Beitrag zum Thema “WLAN-Empfang optimieren” interessieren. Sofern ihr den noch nicht kennt, könnt ihr damit sicherlich noch etwas aus dem eigenen Netzwerk herauskitzeln.

Der längere Atem: Der iPhone-13-Akku

Apple hat mit den neuen iPhone-Modellen eine Steigerung der Akkuleistung versprochen. Beim iPhone 13 mini und iPhone Pro sollen es 1,5 Stunden sein, beim iPhone Pro Max und iPhone 13 (um das es heute im Testbericht geht) sogar 2,5 Stunden.

Ich bin ehrlich mit euch: Nach wenigen Tagen, die ich das iPhone 13 nun im Besitz habe, wäre eine verlässliche Aussage in dem Bereich ein Schwindel. Am ersten Tag richtet man ein neues Smartphone ein, und von da an läuft so einiges im Hintergrund. Dazu kommt, dass iOS lernt, wie ihr euer iPhone nutzt, und entsprechend braucht das ganze System ein paar Tage, bis sich alles eingependelt hat.

iPhone 13 – Rueckseite ©pokipsie

Was ich euch aber sicherlich sagen kann: Von meinem iPhone 8 Plus ist es ein Riesenschritt. Kein Wunder, denn den Akku habe ich über die Jahre stark genutzt, wodurch er etwas angeschlagen ist. In Homeoffice-Zeiten ist das optimierte WLAN daheim natürlich besonders wichtig, damit euer neues iPhone nicht ständig nach dem besseren Netz suchen muss. Nach einer knappen Woche im Test kann ich selbstredend noch nicht allzu viel über den täglichen Akkuverbrauch sagen. Eines aber schon: Ich komme mit einer Ladung locker in den zweiten Tag, selbst wenn ich das iPhone in der Nacht nicht auflade. Wie es sich unterwegs, im Zug und an unterschiedlichen Orten verhält, wird sich erst noch zeigen müssen.

Ich lege mein neues iPhone auf jeden Fall viel weniger auf meine Wireless-Ladestationen als früher – das ist schon mal ein gutes Zeichen. Etwas weiter unten findet ihr dann noch zwei, drei Zubehör-Tipps.

MagSafe – und iPhone-13-Zubehör

Oben erwähnte ich bereits die Antennenunterbrecher, die aus wiederverwendetem Plastik-Abfall produziert wurden. Doch damit nicht genug, denn die in der Rückseite verbauten kleinen Magnete, die MagSafe erst möglich machen, sind ebenfalls zu 100 Prozent aus recyceltem Material gefertigt. Das ist besonders löblich, da das Herstellen von Magneten viele der sogenannten seltenen Erden benötigt.

Ladedock und mobiles Ladekabel – Satechi ©pokipsie

“Muss man nicht machen!”, denkt sich der eine oder die andere jetzt vielleicht? Ich finde doch. Je mehr sich der Hersteller schon bei der Produktion Gedanken um die verwendeten Materialien macht, desto besser und einfacher lassen sie sich später auch wiederverwenden oder entsorgen.

MagSafe wird besonders spannend beim Zubehör, denn hier gibt es ein sehr breites Feld an praktischen Gadgets. So hat zum Beispiel Apple eigene Hüllen – transparente, aus Silikon gefertigte oder aus Leder –, die MagSafe-kompatibel sind. Dazu gesellen sich viele Drittanbieter wie zum Beispiel Decoded mit einfachen Lederhüllen oder Satechi mit spannendem Zubehör, um euer iPhone 13 einfach und schnell mit Strom zu versorgen.

iPhone auf MagSafe Ladestation – Satechi ©pokipsie

MagSafe – und somit auch Wireless-Charging-Stationen – ist in meinen Augen besonders da spannend, wo ihr längere Zeit verbringt. Natürlich lädt diese Technologie nicht so schnell, als würdet ihr euer iPhone (mit dem entsprechenden Adapter) am Kabel aufladen. Aber ihr habt die bequeme Art, dass ihr euer Smartphone nur noch auflegen und nicht mehr mit dem Kabel herumfummeln müsst.

Wie ihr hier in den Beispielbildern sehen könnt, gibt es bei den Docking-Stationen auch kombinierte Geräte. Dabei könnt ihr nicht nur euer iPhone mit Strom versorgen, sondern auch gleich noch eure AirPods und bei gewissen Modellen obendrein die Apple Watch.

Mehr Informationen zum MagSafe-Standard könnt ihr hier im Blog-Beitrag nachlesen. Da werde ich auch sukzessiv neue Zubehörprodukte für alle möglichen Lebenssituationen vorstellen.

iOS 15: Meine Top 5 an Tipps

Bei Apple bekommt ihr die Hardware genauso wie die Software aus einem Haus. Das hat mehrere Vorteile, vor allem aber könnt ihr euch sicher sein, dass somit alle Komponenten aufeinander abgestimmt sind. Auch bekommt ihr damit fleissig neue Updates – und das über Jahre. Nicht immer sind die grossen neuen Funktionen die, die am meisten Freude bereiten. Manchmal sind es auch die kleinen. In meinem Blog habe ich vor längerer Zeit schon einmal meine Top-10-Funktionen aufgelistet. Hier zeige ich euch meine Top-5-Punkte zu iOS 15 in einer kurzen Zusammenfassung.

iPhone 13 – Teleboy App ©pokipsie

Safari-Tabs

Ja, wir sind uns einig: Dass Safari die Leiste für die URL-Eingabe nach unten verlegt hat, ist ein grosser Schritt. Ein ungewohnter, doch im Zusammenspiel mit den Safari-Tabs ein sehr einleuchtender und intuitiver. Nehmt euch dabei doch etwas Zeit und probiert es fleissig aus. Natürlich könnt ihr die Adressleiste wieder nach oben schieben, doch dann verliert ihr einige Tab-Funktionen.

So könnt ihr neuerdings einfach von links nach rechts oder auch wieder zurück durch all eure geöffneten Tabs scrollen. Das beschleunigt das mobile Surfen gefühlt um einiges. Auch lassen sich einzelne Tabs zu Gruppen zusammenfassen.

Mehr aus Bildern holen

Nein, damit möchte ich euch nicht Tipps geben, wie ihr bessere Bilder machen könnt. Apple hat die Kamera-App von iOS 15 gehörig aufgebohrt. Wenn ihr zum Beispiel eine Adresse abfotografiert, könnt ihr sie antippen und direkt der Apple-Karte zur Navigation übergeben. Das gilt natürlich nicht fürs physische Bewegen. Website-Adressen lassen sich auf diese Weise schnell öffnen. Endlich fällt das lästige Abtippen von umständlichen URLs weg, und ihr habt damit auch keine Vertipper mehr.

Doch es geht noch weiter, denn mit der Funktion könnt ihr auch direkt Texte übersetzen lassen. Das Tolle: Dank dem A15-Prozessor passieren die meisten der Berechnungen direkt auf eurem Smartphone und nicht auf irgendwelchen Servern im Netz.

Fokus

Mit der Fokus-Funktion könnt ihr endlich in Ruhe arbeiten, die Freizeit geniessen, ohne dass der Chef durchklingelt, oder einfach mal eine gewisse Zeit Ruhe für euch haben. Dazu hat Apple verschiedene Profile vorab angelegt, die ihr individuell anpassen könnt. Zusätzlich lassen sich weitere Profile einfach und schnell erstellen.

Eure Freunde und Bekannten werden dann automatisch vom System informiert, dass ihr gerade nicht erreichbar seid.

Mehrere Bilder auf einmal in iMessage

Kennt ihr das? Ihr seid unterwegs mit der Familie oder Kollegen und habt tolle Dinge gemeinsam erlebt. Im Anschluss teilt ihr einige Fotos aus. Kleiner Tipp: Macht das jeweils, wenn möglich, über iMessage, denn WhatsApp, Facebook Messenger und ähnliche Apps lesen die Bilder aus und komprimieren sie in vielen Fällen auch noch.

Wenn ihr mehrere Bilder auf einmal versendet, werden sie euch in iOS 15 neuerdings in einer kleinen Collage angezeigt. Die Folge sind weniger Scrolling und ein besserer Überblick über geführte Konversationen.

Drag & Drop bei Bildern

Ihr möchtet ein Foto über iMessage, Mail oder ein anderes Tool versenden oder ein solches in eine Präsentation einbauen? Dafür musste man bisher immer einen Umweg über eine Importfunktion wählen oder, falls vorhanden, auf die Share-Sheet-Funktion zurückgreifen.

Neuerdings könnt ihr in der Fotos-App ein Foto auswählen, es gedrückt halten und dann die Fotos-App wegschieben und in die von euch gewünschte App wechseln. Hier lasst ihr dann, sobald der Bestimmungsort erreicht ist, das Bild los. Davor solltet ihr aber darauf achten, dass vor dem Loslassen ein grüner Kreis mit einem weissen «+» angezeigt wird.

Erstes Fazit nach einer Woche mit dem iPhone 13

Ich bin nachhaltig begeistert vom neuen iPhone 13. Für mich bedeutet das neue Modell einen Riesensprung bei Akku, Kamera, Prozessor und somit auch der Geschwindigkeit, der Bedienung und dem Gesamteindruck.

Versteht mich nicht falsch: Es spricht nichts dagegen, wenn sich jemand jedes Jahr das neueste iPhone-Modell kauft. Noch weniger, wenn die Person ihr «altes» iPhone dann in den Sekundär-Markt gibt. Dank der tollen Wiederverkaufspreise macht man hier definitiv nichts verkehrt.

Die einzelnen Sprünge von Modell zu Modell sind dann einfach nicht mehr so gross, und man flacht etwas ab, was den Hype auf das neue iPhone betrifft. Letzteres ist aber nicht wirklich schlimm. Ein iPhone ist schon länger ein unverzichtbares Werkzeug für unseren Alltag.

iPhone 13 – seitliche Ansicht ©pokipsie

Das verwendete Super-Retina-XDR-Display ist brillant und bietet eine grosse Fläche für viele Informationen. Die Display-Technologie ist OLED, was euch richtig satte Schwarzwerte liefert und womit die Farben generell sehr satt sind. Die beiden kleineren iPhone Modelle (das iPhone 13 und 13 mini) verfügen über keine 120 Hz Bildwiederholungsfrequenz. Dieses (Pro)-Feature behält Apple für das Pro und Pro Max Modell. Dennoch rennt das Display wie eine eins beim schnellen Scrollen durch Webseiten oder euer Telefonbuch. 

Die Face-ID-Technologie erleichtert euch vieles beim schnellen, einfachen und dennoch enorm sicheren Entsperren eures Lieblingstelefons.

Die neue Dual-Kamera auf der Rückseite macht echt Freude beim Verwenden. Vor allem der neue Kinomodus beim Filmen hat es meinen Mädels und mir angetan. Natürlich ist das auch klein wenig Spielerei. Es wird sich aber noch zeigen, wie und wo wir diese Möglichkeiten nutzen werden. Doch wie heisst es so schön: «Was Häsch, das häsch!» Wenn ihr es doch einmal braucht, wisst ihr, dass es da ist. Aber auch bei Bildern, egal ob Landschaft oder Porträt, bekommt ihr schön aussagekräftige und vor allem natürliche Motive eingefangen.

iPhone 13 – das Kontrollzentrum ©pokipsie

Wir hoffen natürlich alle, dass das Wetter sich noch ein wenig hält, nachdem der Sommer kein echter war. Dann können wir das ganz fleissig und intensiv auf unseren gelegentlichen Ausflügen und Wanderungen testen. Wir freuen uns schon darauf.

iPhone 13 Pro und iPhone 13 Pro Max bieten vor allem im Bereich der Fotografie natürlich noch deutlich mehr.

Ich denke aber, dass die meisten von euch mit einem iPhone 13 bestens bedient sind. Hier bekommt ihr für einen UVP von 879 CHF (für das 128-GB-Modell), 999 CHF (für das 256-GB-Exemplar) oder 1’243 CHF (für die 512-GB-Variante) ein ordentliches Smartphone, an dem ihr noch viele, viele Jahre Freude haben werdet.